Forschungsprofil

Ein klares Forschungsprofil ist neben dem Lehrprofil ein wichtiger Bestandteil unserer Europäischen Hochschule der Humanökologie, da Forschung und Lehre eng miteinander verzahnt sein sollen.

Eine Europäische Hochschule der Humanökologie sollte einen Standort wählen, der es erlaubt, die Hochschule thematisch in Lehre und Forschung mit der Region unter dem Gesichtspunkt der nachhaltigen Entwicklung zu vernetzen. Insbesondere die UNESCO-Biosphären liefern hierzu hervorragende Anknüpfungspunkte. Aber auch die Herausforderungen des Klimawandels und die hierzu nötigen Technologien, Verhaltensweisen und Einstellungen oder die Herausforderungen der Bewahrung der biologischen, kulturellen und sozialen Diversität, sollten nicht nur Anknüpfungspunkte sein, sondern als besonderes Merkmal des Colleges herausgebildet werden.

Der international annerkannte und bedeutsame Forschungsschwerpunkt der "Marine Studies" des College of the Atlantic mit seinem "Allied Whale Program" sollte auch hier Vorbild sein.

Die Themenschwerpunkte einer Forschung an der Europäischen Hochschule der Humanökologie lassen sich dabei aus einer langen Tradition humanökologisch orientierter Forschungsprojekte auch in Deutschland und Europa ableiten. Sie bilden zugleich den eigendisziplinären Kern der Humanökologie ab.

Themenschwerpunkte der Forschung der Europäischen Hochschule der Humanökologie könnten sein:

  • Problem- und praxisorientierte Entwicklung von Strategien eines integrierten nachhaltigen Stadt-, Regionen- und Zonenmanagements
  • Grundlagentheoretische Fragestellungen der Verbindung von evolutions- und gesellschaftstheoretischen Konzepten
  • Sprachwissenschaftliche Thematiken
  • Methodologische Verfahren der Partizipation und Transdisziplinarität
  • Fächerübergreifende Umweltforschung

Humanökologie fördert und unterstützt dabei:

  • disziplinübergreifende Projekte in Forschung, Lehre und außeruniversitärer Praxis
  • die Verbindung der Theoriemodelle und Denktraditionen der beteiligten Disziplinen der Human-, Sozial-, Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie deren praktische  Anwendungsgebiete durch Brückenkonzepte
  • den transdisziplinären Dialog
  • ein erkenntnis- und wissenschaftstheoretisches Bindeglied der in einem Problemkontext involvierten Disziplinen und ihrer Anwendungsbereiche bereitzustellen

Humanökologie stellt sich auch mit diesem Forschungsansatz den Herausforderungen und Gestaltungsnotwendigkeiten unserer auf Wissen und Information basierenden Gemeinwesen und Gesellschaften

Die Forschung an einer Europäische Hochschule der Humanökologie kann auf Drittmittel und Förderung nicht verzichten. Soll das gelingen, müssen Strategien zur Drittmitteleinwerbung integrierter Bestandteil des Fortbildungsprogramms für die eigenen Angestellten wir für die Studierenden sein.