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The Future of Sustainable Food Business

Internationale Sommeruniversität 2016

Ein ambitioniertes Programm für Abiturienten und Studienanfänger

Die Sommeruniversität The Future of Sustainable Food Business wird die kontroverse Diskussion um unser heutiges Ernährungssystem, seiner nachhaltigen Entwicklung und möglicher innovative Konzepte eines Wandels hin zu einer grünen Ernährungswirtschaft untersuchen. Sie wird Studierenden die Fähigkeit vermitteln, theoretische Aspekte nachhaltiger Entwicklung in die Praxis zu übertragen.

In echten Fallszenarien werden sie zusammen mit Unternehmen der Region Emmendingen Ansätze entwickeln, die sowohl für die lokale als auch globale Transformation des Ernährungssystem benötigt werden. Sowohl für Länder des Globalen Südens als auch für die Industrienationen relevant, wird Studierende aus allen Regionen der Welt damit die Möglichkeit zum Austausch ihrer Erfahrungen aus der Vielfalt ihrer kulturellen Perspektiven gegeben

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Ziegenkäserei Monte Ziego

Arbeiten und Forschen im Reallabor

Exkursion während der Sommer-Uni 2015

Nachhaltige Lebensmittelunternehmen stehen im Zentrum der Herausforderungen und Veränderungen des Ernährungssystems. Sie bauen auf die Vorteile gegenüber der traditionellen ressourcenverschwendenden Lebensmittelindustrie, transformieren den Anbau, die Produktion, Verteilung und den Konsum und nutzen vermeintliche Lebensmittelabfälle als Ressource.

Eine Einführung in Konzepte nachhaltiger Unternehmensentwicklung, human-ökologische Ansätze des Ernährungssystems gepaart mit Konzepten der Mahlzeitenkulturen, politischer Willensbildung und gesellschaftlicher Bewertung bilden die Basis, auf der Studierende relevante Inhalte, theoretische Konzepte und Forschungsmethoden in einem Reallabor erarbeiten, um ihr Wissen in einer transdisziplinären praxisorientierten Gruppenarbeit und offenen Atmosphäre einer Charrette im Herzen Emmendingens anzuwenden.

Nach einem Besuch ausgewählter Lebensmittelunternehmen bilden die Studierenden dreier- oder vierer-Gruppen um selbstgewählte Fragestellungen in und mit den Partnerbetrieben zu untersuchen. Dabei werden die besonderen Herausforderungen der Betriebe analysiert, um geeignete Nachhaltigkeitsstrategien zu integrieren. Gleichzeitig verbinden sie ihre Beobachtungen des Emmendinger Marktgeschehens und Erkenntnisse aus Vorlesungen und Diskussionen um die Nachhaltigkeitspotentiale des lokalen Ernährungssystems abzuschätzen. Am Ende dieser zweiwöchigen Arbeit präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse, Konzepte und Empfehlungen in einer öffentlichen Ausstellung in Emmendingen.

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Studierende lernen die Betriebspraxis wie auch das Arbeiten im gemeinsamen Reallabor kennen. Erfah-rene Lehrende beider Institutionen, der DGH und des COA, begleiten die Studierenden in ihrem Lernpro-zess; dabei gilt es die Kreativität und individuellen Interessen der jungen Studierenden als auch das selbstorganisierte Arbeiten zu fördern.

Das Reallabor ist in Form einer Charrette organisiert, einer öffentlichen Projektwerkstatt, die den Partner-betrieben und interessierten Bürgerinnen und Bür-gern die direkte Beteiligung an den Studienprozessen ermöglicht. Zwischenergebnisse können visualisiert und zur Diskussion gestellt werden. Zum Abschluss der Sommeruniversität präsentieren alle Gruppen ihre Ergebnisse in einer Ausstellung nebst Katalog.

Die Stadt Emmendingen

Emmendigen ist eine kleine Stadt nahe Freiburg im Breisgau. Die Region bietet viele Anknüpfungspunkte für unser Reallabor. Die Produktion und Verarbeitung hochwertiger Nahrungsmittel hat eine lange Tradition: So ist die Region ein Hotspot der biodynamischen Landwirtschaft, der Demeter Bewe-gung. Es überrascht nicht, dass auch Slow Food präsent ist. Emmendingen verfügt über Fragmente mittelalterlicher Stadtgärten und hat Pläne, diese zu restaurieren. Einer der wichtigsten Industriebetriebe der Stadt, die Wehrle-Werk AG, entwickelt und baut Anlagen der Energie- und Umwelttechnologie. Als Unterkunft werden wir im gemütlichen und freundlichen Ambiente des Hotels Markgraf willkommen geheißen. Die Gruppen werden ihre Projekte mit unterschiedlichen lokalen Partnern entwickeln. Sie kommen u.a. aus den Bereichen der biologisch- dynamischen Landwirtschaft, dem Zwischenhandel, einer Ziegenkäserei, dem Weinbau oder gemein-schaftlichen Gartenbauprojekten (urban gardens).

Die Einwohner und Unternehmen Emmendingens unterstützten die Sommeruniversität 2015 großartig und trugen so auch zu der Entwicklung für ein künftiges Europäisches College für Humanökologie in ihrer Stadt bei. Damit fand nach 2011 bereits eine die zweite erfolgreiche Charrette in Emmendingen statt.

Geplantes College der Humanökologie

Eine deutsch-amerikanische Zusammenarbeit

Die 1975 gegründete Deutsche Gesellschaft für Humanökologie (DGH) engagiert sich seit Anbeginn für nachhaltige Bildung. Ihr 2006 ins Leben gerufener Gründungsausschuss European College of Human Ecology arbeitet an der Realisierung eines Liberal Arts and Sciences College in Deutschland. Das College of the Atlantic (COA) ist eine renommierte Universität auf Mount Desert Island vor der Küste von Maine und bietet seit 1969 ein exzellentes humanökologisches Studienprogramm.

Programmverantwortliche:
Prof. Jay Friedlander (College of the Atlantic)
Dr. Wolfgang H. Serbser (Deutsche Gesellschaft für Humanökologie)